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Arschloch und Spaß dabei


Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein J.B.O.-Fan. Ich habe mittlerweile neun Konzerte von verschiedenen Touren und Festivals gesehen.
Der Reihenfolge nach:

Und die Jungs werden von Mal zu Mal besser! Besonders beeindruckt hat mich die Videoleinwand der 98er "Meister der Musik"-Tour und der knackige Sound! Doch nun im einzelnen:
Explizite Lyrik Am Freitag, den 22. November 1996 war das James Blast Orchester noch nicht so bekannt außerhalb Bayerns und ich habe auch erst im Sommer von einem Exil-Bayreuther von dieser Band erfahren. J.B.O. waren kurz darauf im Gespräch wegen dem Rechtsstreit um ihren Bandnamen. Den ganzen Sommer und Herbst hörten wir die Musik und waren um so erstaunter, als wir erfuhren, daß diese fränkische Lokalband im Zuge ihrer "Herbstrundfahrt 96" nach SIMMERN in den Hunsrück kommt! Wir konnten es kaum glauben und kauften uns sofort Karten (für 19,- DM). Natürlich war das Konzert absolut super und die Hunsrückhalle gerammelt voll (was eigentlich nur alle Schaltjahre einmal vorkommt). Die Stimmung war super, auch wenn nur ein Bruchteil der Besucher die Texte kannte und mitsang. Es war eher ein familiäres Konzert. So sind zum Beispiel Hannes und Vito durch die Zuschauermenge gerast. Das habe ich später nicht mehr gesehen!

Die Vorgruppe "Das Ding" konnte meiner Meinung nach nicht mithalten, weil ich von dem Geschrammel und Geschrei kein Wort verstanden habe. Sollte das Punk gewesen sein?

Wertung: 85 % - sehr gut


Das nächste Konzert fand in Morbach im Rahmen des Hunsrock-Open Air-Festivals am 18. Juli 1997 statt (32,- DM). Natürlich war J.B.O. der Headliner! Das Album "Laut" war gerade in die Charts eingestiegen, die Show war mittlerweile schon bekannt und die meisten Huns-Rocker konnten die Texte mitsingen. Auch wurde schon ein wenig Stage-Diving betrieben, was es in Simmern gar nicht gab. Alles in allem ging es da schon etwas "härter" zu, auch im Publikum. Aber das änderte an der fantastischen Stimmung nichts. Das ganze Konzert ging etwas routinierter über die Bühne. Aber kann man bei einem J.B.O.-Konzert überhaupt von Routine sprechen? Ich denke, jedes Konzert ist ein Ereignis, ein Event.

Im Rahmen des Festivals spielte auch die offizielle J.B.O.-Vorgruppe "Fiddler's Green", die bei mir das sog. "Paddy"-Syndrom hinterlassen hat. Das bedeutet: Ein Irish-Song mit Geige ist für sich gesehen in Ordnung. Aber eine Stunde lang dieses Gefiedel geht einem ganz schön auf den Wecker!
Bier

Wertung: 75 % - gut


Ällabätsch Das nächste und bisher beste Konzert konnte ich mir am 13. Oktober 1998 in Neu-Isenburg nahe Frankfurt während der "Meister der Musik"-Tour ansehen (für 29,- DM). Der Sound war trocken und hart. Die Videoprojektionen im Hintergrund waren amüsant und die Show selber ein Erlebnis! Denn obwohl die Jungs gerade mit Ihrem Album "Meister der Musik" Erfolge in den Deutschen Top Ten feierten, ließen sie sich von Ihrem Star-Ruhm nichts anmerken. Im Gegenteil: Sie spielten den gewohnten Mix aus alten und neuen Songs und alles noch ein bißchen besser: der Feuerspucker, die Videoleinwand, die Lightshow, die Choreographie. Was will man mehr?
Mittlerweile konnten fast alle Zuschauer mitsingen, sogar die neuen Texte wie "Bimber Bumber Dödel dei" oder "Ällabätsch". Und die Choreographie von "Wir ham' ne Party" war einfach spitze. Auf der CD kommt das Lied lange nicht so gut rüber wie live.

Auch die Vorgruppe "Joint Venture" hat mir sehr gut gefallen. Die Texte waren frech und witzig und die beiden Bandmitglieder spielten sehr frische Gitarren-Protest-Songs zum Schmunzeln. Im Gegensatz zu "Das Ding" (s.o.) konnte man die Texte auch ohne laute Verstärker verstehen.

Wertung: 90 % - spitzenmäßig !


Im Sommer 2000 spielten J.B.O. wieder auf diversen Open Air-Festivals. Zwei davon habe ich besucht. Vermutlich das groesste J.B.O.-Konzert dieses Sommers auf dem Taubertal Open Air (11. August 2000; 99,90 DM) und das vermutlich kleinste J.B.O.-Konzert beim Rock im Feld Open Air in Rotenhain (Westerwald) (18. August 2000; ? DM). Eine Besonderheit gibt es bei den 2000er Konzerten auch noch: Es war die letzte Tour von J.B.O. in Originalbesetzung! Schmitti (Bass) und Holmer (Schlagzeug) werden die Band nach der Tour verlassen. Daher war jedes Konzert einmalig

Auf dem idyllischen Gelände des Taubertals zu Fusse von Rothenburg spielten J.B.O. als Top-Act des Abends direkt nach In Extremo. Die Stimmung war dementsprechend ausgelassen gut. Nach eigenen Angaben sahen 8.000 Zuschauer das letzte J.B.O.-Konzert in Originalbesetzung in Bayern! Festivalbedingt war die Show auf 90 Minuten begrenzt. Erster Minuspunkt! Aber diese 90 Minuten hatten es dann doch in sich. Beinahe jedes Lied wurde von den Fans liebevoll mitgesungen und die Live-Performances von "Wir ham 'ne Party" und vielen anderen Liedern muss man einfach gesehen haben. Auf CD wirkt das nur halb so gut. Es wurden auch viele alte Songs gespielt, bei denen Schmitti oder Holmer einen Gesangspart haben. Auch das ist immer wieder ein Genuss.

Das letzte J.B.O.-Konzert in Originalbesetzung in Deutschland fand eine Woche später im Westerwald statt. Dort inmitten der Einöde war Rock im Feld. Sehr familiär ging es dort zu. Die anderen Bands waren nicht erwähnenswert. Alles wartete auf den Hauptact J.B.O. Gegen 22 Uhr stiegen die vier Jungs aus Erlangen dann auf die Bühne, die leider viel zu niedrig war. So musste man sich schon sehr strecken, um alles zu verfolgen. Glücklicherweise hörte auch der Nieselregen pünktlich zum Konzert auf und setzte nur kurz aber schmerzlos zwischendurch nochmal ein. Nicht weiter schlimm! Denn allein die Musik und die Bühnenshow zählte. Mit 2 Stunden wurde ein ordentliches Programm geboten. Viele Songs, wo auch Schmitti und Holmer etwas singen durften. Und natürlich alle Mega-Hits. Von "Ein bisschen Frieden" über "Bimber bumber dödel dei" zu "Schlaf Kindlein Schlaf". Und als Zugabe das Sahnehäubchen "Ein guter Tag zum Sterben", "Verteidiger des Blödsinns" und "J.B.O.". Gigantisch! Was für ein Abgang. So ein Konzert hat das kleine Westerwalddorf noch nicht erlebt.

Wertung: Taubertal: 80 % - sehr gut, technisch einwandfrei, aber etwas kurz
Rock im Feld (Westerwald): 85 % - etwas improvisiert, aber schön familiär


Als nächstes folgte ein Konzert der "Trillenium-Tour" am 8. März 2001 in Lahnstein (Nähe Koblenz) (für 35,- DM). Mein bislang schlechtetes J.B.O.-Konzert, wenn man bei einem solchen Event überhaupt von schlecht sprechen kann. Jedenfalls spaltete sich das Publikum in zwei Lager. Die Mehrheit stand relativ ruhig rum, wippte hin und wieder ein bißchen mit. Eine kleine Gruppe - die schon beim Vor-Act Götz Widmann durch Rumgegröhle unangenehm auffiel - übertrieb es aber und pogte sehr agressiv, kletterte auf die zu niedrige Bühne und schmiss dort einen Mikrofonständer samt Bier um. Das gefiel mir absolut nicht, aber die Band störte sich nicht weiter dran. In Windeseile gab es einen neuen Mikrofonständer samt neuem Bier. Positiv bleibt zu vermerken, dass der Sound gewohnt gut war, dass "die Neuen" Ralph und Wolfram ihre Sache sehr gut machten und dass die Show wieder sehr professionell war. So durfte bei "Eins Zwei Drei" eine junge Dame aus dem Publikum mit Miguele "Vito C." Matador tanzen und auch die restlichen Songs vom neuen "Sex Sex Sex"-Album überzeugten.
Technisch war das Konzert mal wieder einwandfrei und die Band war sehr spielfreudig, aber außer bei den Chaoten in der ersten Reihe kam keine richtig gute Stimmung auf und so mußte man fast befürchten, dass es nicht die üblichen drei Zugagen gibt. Nur ein paar wenige Fans - mich eingeschlossn - brüllten sich die Kehle aus dem Mund für eine Zugabe. Gott sei Dank gab es sie dann auch. Puh!
Wertung: 72 % - Band super, Publikum mies


Es folgten noch Konzerte im November 2001 in Morbach im Hunsrück (Live Sex-Tour) und im August 2002 beim Rock im Feld in Rotenhain. Die Berichte dazu werden baldmöglichst nachgereicht.


Am 12. Dezember 2002 besuchte ich mein zweites J.B.O.-Konzert in Neu-Isenburg (bei Frankfurt) (für satte 21 Euro). Es fand im Rahmen der "Rosa Armee Fraktion-Tour 2002" statt. Doch irgendwie müssen die Neu-Isenburger ihr gleichnamiges Einkaufszentrum in den letzten Jahren dermaßen umgebaut haben, dass man das "Isenburg-Zentrum" zwar sofort findet, aber wo zum Teufel ist die Hugenottenhalle, die doch vor vier Jahren noch direkt nebenan lag? Und überhaupt: Wo soll ich mein Auto parken, wenn die Tiefgarage mit tausenden Parkplätzen nur bis 21 Uhr geöffnet hat? Etwas skeptisch stellte ich mein Auto in einer Seitenstraße ab und machte mich eine viertel Stunde lang auf die Suche nach der Hugenottenhalle. Eintrittskarten gab es zwar noch, aber "Special Guest" Götz Widmann sang schon ein paar Minuten.
Die Halle war gut gefüllt, aber die Leute standen nicht übermäßig dicht aneinander, sodaß man schon noch etwas Bewegungsfreiraum hatte. Erfahrungsgemäß wird es dann ja noch voller, wenn J.B.O. spielt, aber ich fühlte mich während des gesamten Konzertes nicht eingeengt.
Nun gut, erst mal was essen. Bratwurst mit einer Scheibe Brot (!) (2 Euro) und ein "Dreckisches" (hessisch für Cola-Bier; 3,50 Euro). Bei den Preisen dachte ich mir: "Ok, betrinken brauchst du dich heute nicht." (außerdem mußte ich ja eh noch fahren)
Nach einer sehr kurzen Pause nach Götz Widmann - der wie immer mit seinen Drogen-, Sex- und Fußball-Folk-Songs zu überzeugen wußte - ging es ohne Umwege und ohne Intro los mit J.B.O. Hannes und Ralph hatten Masken über das Gesicht gezogen und als Hannes seine abnahm, ein kurzer Schock: Die schöne Stinktier-Frisur ist einer glänzenden Glatze gewichen. Naja.
Die Setlist der aktuellen Tour umfasste den gewohnten Mix. Viele Klassiker und auch viele neue Songs, wobei ich gerne "Rosa Armee Fraktion" mal live gehört hätte. Dafür gab es mit "1001 Nacht", "Ich vermisse meine Hölle", "Ich will Lärm" und "Girls Girls Girls" ein paar Songs vom aktuellen Album, bei denen auch fürs Auge was geboten wurde. Und "Wem nutzt das schon" (Opener) und "Arschloch und Spaß dabei" überzeugten auch ohne aufwendige Bühnenshow. Der Sound war - nebenbei bemerkt - sehr trocken und ging direkt in den Magen. Optimal.
Wappen Rosa Armee Fraktion
Mittlerweile haben J.B.O. schon so viele Hits, dass man beim Konzert auch den ein oder anderen Song schon vermisst. So fehlten z.B. die Live-Klassiker "Ace Of Spades", "Medtl-Gschdanzl", "Ein bißchen Frieden", "Hose runter", "Roots Bloody Roots", "Älläbätsch", "Wir ham 'ne Party", "Der Hofnarr", "Eins Zwei Drei" und und und. Dafür wurde "Ka Alde, ka G'schrei" samt Bob Marley wieder ausgegraben. Auch nicht schlecht! Vor allem die Hanf-Gitarre.
Zum Publikum ist noch zu sagen: Die Stimmung war schon gut, aber es wurde sich nicht viel bewegt. Erst gegen Ende des Konzertes wurde es etwas ausgelassener. Irgendwie war es fast schon zu friedlich im Publikum. Kein Pogen, keine Besoffenen, die störend auffallen und sogar die großen Luftballons gegen Ende wurden nach ein paar Minuten wieder heile auf der Bühne eingesammelt. Echt unglaublich. Sonst sind die doch nach wenigen Sekunden alle geplatzt oder sonstwie malträtiert worden...
Obwohl sich die Leute etwas zurückhielten, reichten am Ende die Schlachtrufe aus, um die obligatorischen drei Zugaben zu hören ("Schlaf Kindlein, schlaf", "Verteidiger des Blödsinns" und natürlich "J.B.O."). Nach knapp zwei Stunden (hatte leider keine Uhr) war dann Schluß mit Lustig.
Positiv hervorzuheben ist noch Wolframs Drum-Solo. Sehr beeindruckend. Aber da stellt sich auch gleich die Frage: Wieso bekommt Ralph keine Zeit für ein Baß-Solo? Wär' doch sicherlich auch machbar und bestimmt nicht schlecht.
Alles in allem ein sehr gesitteter Abend ohne Zwischenfälle, was ja nicht unbedingt schlecht sein muß. Und an der Bühnenshow gibt es sowieso nichts zu meckern. Die ist schon seit Jahren auf höchstem Niveau. Dafür war es ein nicht ganz billiger Abend (sind 20 Euro für ein T-Shirt nicht etwas viel?). Für mein erstes J.B.O.-Konzert 1996 habe ich 19,- DM Eintritt gezahlt, heute waren es 21,- Euro. Aber das nur nebenbei.
Und dass ich dann nach dem Konzert eine halbe Stunde bei Minustemperaturen mein Auto gesucht habe, interessiert wohl auch Niemanden.
Wertung: 85 % - routiniert gut, aber etwas zu ruhiges Publikum!


So, jetzt kann ich nur all denjenigen sagen, die noch auf keinem Konzert von J.B.O. waren: Geht hin!
Und für die, die schon ein oder mehr Konzerte gesehen haben: Geht wieder hin!
Leider spielen sie jetzt aber nicht mehr in Originalbesetzung, aber Wolfram und Ralph sind ein würdiger Ersatz (auch wenn es wohl nie wieder "Könige" live zu hören gibt.

Zu den CDs selber muß ich wohl nicht viel sagen, oder? Sie sind alle ihr Geld wert (zumindest die Alben). Über die EPs läßt sich streiten, aber "Explizite Lyrik", "Laut", "Meister der Musik", "Sex Sex Sex" und das Live-Album "Live Sex" sind Pflicht! Und wer für "Eine gute CD zum Kaufen" weniger als 8,- Euro zahlt, bekommt was für sein Geld. Auf "Blastphemie" ist wohl nur "No Sleep Til Bruck" interessant. Ich würde mal sagen: 5,- Euro sind o.k. Über die ganzen Maxis, die es seit dem "Laut"-Album gibt und die "MEGRA-HIT-TWINGLE", kann ich nichts sagen, weil ich sie nicht habe... Aber ich denke: die dazugehörigen Alben reichen auch.

J.B.O. Homepage-Award für TOWER onlineWenn ich jetzt Euer Interesse mit meinen kleinen persönlichen Berichten geweckt habe, dann schaut Euch mal auf der offiziellen Homepage von J.B.O. um. Dort gibt es noch viel mehr Informationen.
Übrigens: auch die ganzen Bildchen hier auf der Seite habe ich mir vom J.B.O.-Server runtergezogen, quasi geklaut. Dabei habe ich auch diesen tollen Award gefunden, den Du hier rechts siehst und den ich mir selbst veriehen habe. Sieht doch ganz nett aus, oder?

So, das war es erst mal von meiner Seite zu J.B.O. Wenn Du einen Kommentar dazu hast, dann nimm Kontakt zu mir auf. Aber wie gesagt: Es gibt im Internet noch wesentlich mehr über diese Band zu entdecken! Surf einfach mal ein bißchen rum, wenn es Dein Geldbeutel und die Zeit zulassen.


Die offizielle J.B.O. Homepage

Ruuuuuuuf mich an !!!!

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